Schnubbels Welt und andere Geschichten

Besuch 10. August 2009

Gespeichert unter: Mama, Papa, Schnubbel, Unterwegs, andere Kinder — schnubbelsmama @ 10:46

Die Agi war auf großer Reise und wie sie schon schrieb, sollte die letzte Station vor der Heimreise Karlsruhe sein. Der letzte Besuch lag auch immerhin schon gute drei Monate zurück, also war die Vorfreude dem entsprechend groß. Gegen 19.00 Uhr kamen die beiden dann. Das Schnubbel Kind, vor dem Läuten an der Tür noch ein weinerliches, anhängliches Häufchen Elend, da geplagt von einem extrem wunden Po, war innerhalb weniger Minuten wie ausgewechselt. Das Tochterkind von Agi, brauchte etwas länger um aufzutauen und entschloss sich, das doch etwas wildere Treiben des Schnubbels lieber erstmal von Mamas sicherm Schoß aus zu betrachten. Aber seine Kaspereien entlockten ihr dann doch recht schnell, das ein oder andere verzückte Grinsen hinter dem Schnuller hervor.

Da es ja doch schon aus Sicht der Zwerge relativ spät war, entschlossen wir uns, auf ein gemeinsames Essen zu verzichten und erstmal deren Hunger zu stillen. Wir Erwachsenen wollten Essen wenn auch der Schatz von der Arbeit da sein würde, also so gegen halb neun. Tja, da hatten wir die Rechnung ohne dem emensen Apetit der beiden gemacht. Es gab Nudelsalat, für die Maus Nudeln ohne Salat, also trocken ;-) Das Schnubbel Kind aß drei Teller, das Tochterkind noch mehr. Ich habe bei Teller Nummer fünf aufgehört zu zählen… Der Schatz war inzwischen auch zu Hause und so aßen wir dann doch noch alle zusammen. Anschließend kamen beide gemeinsam unter die Dusche. Sehr putzig. Da wurden Quietscheenten und sonstiges Badespielzeug getauscht, vorgeführt und bespielt. Die beiden hatten sichtlich Spaß und wir Mamas waren guter Dinge, dass sie sich am nächsten morgen gut verstehen werden. Um halb zehn waren die Zwerge dann schließlich im Bett und der gemütliche Teil des abend konnte für uns „große“ beginnen. Der Schatz war so geschafft, dass er es eine halbe Stunde später den beiden Kleinen gleichtat und auch ins Bett verschwand. So konnten wir beide quatschen, quatschen und nochmal quatschen. Bis halb zwei saßen wir also, bis auch wir uns müde ins Bett verzogen. Männer hätten sich da eh nur gelangweilt ;-)

Für den nächsten Tag war ein Besuch auf dem sich aktuell in Karlsruhe befindenden Mittelaltermarkt geplant. Da dieser aber erst um 13.00 Uhr seine Pforten öffnete, planten wir diesen Programmpunkt erst für den späten Nachmittag ein. Die beiden  Zwerge hatten ja sich zum Spielen, dachten wir. Aber genau das funktionierte leider nicht so gut wie erhofft. Das Schnubbel Kind nahm der Maus immer das Spielzeug ab, was auf der anderen Seite natürlich für großes Geschrei sorgte. Nach Bitten und Erklärungen gab er es zwar meist zurück, aber nur für kurze Zeit um es dann wieder zu entwenden. Da es ja sein Spielzeug ist, kann man das aus der Sicht eines 1 1/2 Jährigen nachvollziehen. Dieser Anspruch auf das Eigene entwickelt sich nunmal gerade. Aber das eigentliche corpus delicti des Wochenendes war ein Schnuller, samt zugehöriger Kette plus ein Schnuffeltuch-Schaf. Diese Dinge wiederum gehören dem Tochterkind von Agi, was den Schnubbel jedoch nicht davon abhielt selbiges Spielchen auch hier abzuziehen. Schnuller klauen, Geschrei und Gebrüll abwarten, dann wieder hingehen und den Schnuller wieder in den Mund zurück zu schieben. Ei, ei machen nicht vergessen, kurz warten bis sich die Maus wieder beruhigt hatte, dann wieder von vorne. Schrecklich. So ging das eine ganzen Weile, bis wir Mamis auf die gloreiche Idee kamen, diese Dinge einfach verschwinden zu lassen und mit den Kinder in den Garten zu gehen. Ein Kind alleine ist draußen um einiges umgänglicher und ausgeglichener, warum nicht auch zwei? Und so war es auch. Kaum draußen wurde der Sandkasten gemeinsam in Beschlag genommen. Ganz ohne Geschrei wurde friedlich nebeneinander gesandelt. Auch an der Rutsche gab es keine Probleme. Man rutschte nacheinander, wartete mit dem Hochklettern bis der andere oben war und schaffte es sogar mit dem runter rutschen zu warten bis der andere vom Rutschenauslauf verschwunden war. Warum denn nicht gleich so ihr zwei? Wir Mamis waren jedenfalls begeistert :-)

Nach dem Mittagsschlaf ging es dann auf den Mittelalter Markt. Für mich und den Schatz eine Premiere, die sich durchaus gelohnt hat. Es gab viele schöne Stände, mit liebevoll selbstgemachten Dingen. Kleidung, Schuhe, Spielzeug etc. Der Schatz war begeistert von selbstgemachten Bögen und von dem aufgeführten Ritterspiel. Für die Kinder gab es viel zu sehen, vorallem die überall anwesenden Hunde lösten regelrechte Begeisterungsstürme bei den beiden aus. Auf einem etwas ruhigeren Stück Wiese durften die zwei dann auf eigene Faust noch ein bißchen das Gelände erkunden und waren fasziniert von Pferden aus Holz, welche dort aufgebaut waren. Sie ließen sich sogar gemeinsam auf solch eines setzten und quiekten vor Freude. Sehr, sehr schön war es. Gegen 21.00 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg.

Zuhause angekommen ließen der Schatz und ich den Abend, nachdem wir den völlig erschöpften aber glücklichen Schnubbel ins Bett gebracht hatten, noch gemütlich ausklingen. Dabei fiel uns auf, dass wir Helden ganz im Gegensatz zu Agi mal wieder kein einziges Foto gemacht hatten, also hoffen wir, dass das ein oder andere davon was geworden ist.

Liebe Agi, es war wie immer sehr, sehr schön, die Zeit verging viel zu schnell und das nächste Treffen sollte nicht so lange warten müssen. Wir kommen dann das nächste Mal wieder zu euch. Ganz lieben Dank auch nochmal für deine Mühe mit den Vorhängen, die sind wirklich toll geworden!!!

 

Verfressen… 5. August 2009

Gespeichert unter: Alltag, Mama, Schnubbel — schnubbelsmama @ 20:08

…ist das Schnubbel Kind eigentlich immer. Aber wenn er zum Abendessen mal eben einen großen Teller Tomate-Mozzarella (hergestellt aus 250 g Cocktail Tomaten und einem ganzen Mozzarella!!!) alleine verdrückt plus noch 1 1/2 Brötchen, dann bleibt selbst mir die Spucke weg. Wo schiebt dieses Kind das nur hin????

 

Frust und der Umgang damit… 1. August 2009

Gespeichert unter: Alltag, Entwicklung, Erziehung, Mama, Papa, Schnubbel — schnubbelsmama @ 14:56

In meinem Schnippsel – Beitrag hatte ich dieses Thema bereits angeschnitten. Das Schnubbel Kind ist im Moment in einer Entwicklungsstufe, die ihm den Umgang mit Frustration nicht leicht macht. Er versucht seine Grenzen auszuloten und stößt erziehungsbedingt in letzter Zeit des öfteren auch auf diese. Es gibt einfach Dinge, die wir als Eltern nicht durchgehenlassen wollen oder auch können. Putzmittel sind kein Spielzeug, Sonnencreme auf dem Laminat finde ich persönlich nicht ganz so prickelnd und an vielbefahrenen Straßen wird eben an der Hand gelaufen. Das sind nur einige Beispiele. Eben solche Situationen rufen Interessenskonflikte hervor. Auf der einen Seite das Schnubbel Kind, das natürlich nicht versteht, weswegen Mama und Papa mit der unglaublich spannenden Glasreinigungsflasche „spielen“ dürfen und er nicht. Auf der anderen Seite wir, die primär bestrebt sind, nicht alles zu verbieten, jedoch bei so speziellen Dingen wie eben Putzmittel auch keinerlei Ausnahme machen können. Wir versuchen also so gut wie möglich, zu erklären, wieso weshalb und warum dieses und jenes eben nicht geht.Einfach nur NEIN sagen ist für uns keine Option, denn wir sind uns sicher, dass er mit seinen 19 Monaten viel verstehen kann, wenn man es altersgerecht erklärt. Meistens klappt das auch ganz gut, außer eben bei solchen Dingen. Da ist das Frustrationslevel gleich null. Bereits der Beginn einer Erklärung und nicht die sofortige Befriedigung des Drangs das Objekt der Begierde ausgehändigt zu bekommen ruft Trotzanfälle deluxe hervor. Schreien, vorgetäuschtes Heulen, auf den Boden werfen, das volle Programm eben. So weit ja noch auszuhalten. Mal eben auf durchzug Schalten kan man ja als Eltern recht gut ;-) Doch dann gipfelt der Auftritt in das, was uns eben so sehr belastet. Das Schnubbel Kind fängt an nach uns zu schlagen. Je nach dem was er erreichen kann, auf die Beine, die Arme oder auch voll ins Gesicht. Und so ein 19 Monate alter Knirps hat ganz schön Kraft. Gerade im Gesicht tut das richtig weh. Und dann steht man also da. Erstmal ratlos.

Wieso tut er das?

In einem Newsletter, denn ich aboniert habe, wird dieses Verhalten beschrieben. Ein Auszug…

Seien Sie nicht überrascht, wenn Ihr sonst so freundliches Kleinkind plötzlich anfängt, andere Leute zu schlagen. Viele Kinder in diesem Alter drücken ihre Gefühle über ihren Körper aus. Zum einen, weil sie so Ihre Aufmerksamkeit erlangen wollen, zum anderen aber auch, weil ihre sprachliche Ausdrucksfähigkeit immer noch begrenzt ist.

Soweit klar. Er kann sich nicht verbal verständlich machen, da ihm dazu noch die Möglichlkeiten fehlen. Also haut er. Andere Kinder Beißen oder Zwicken, unserer schlägt. Das Wissen, das er das nicht aus Bösartigkeit heraus macht oder weil er sich das irgendwo abgeschaut hat, hatte ich auch schon vorher.

Nächste Frage: Wie sollen wir damit umgehen?

Um diesem Verhalten Einhalt zu gebieten, geben Sie Ihrem Kind viel Aufmerksamkeit, wenn es sich Ihnen ohne Hauen mitteilt. Positive Belohnungen für ein gewünschtes Verhalten führen schneller zum Lernerfolg als negative Konsequenzen für schlechtes Verhalten.

Mhm. Also das ist überhaupt nicht hilfreich. Aufmerksamkeit bekommt der Schnubbel meines erachtens völlig ausreichend und natürlich zeigen wir unsere Freude, wenn er von sich aus Küsschen verteilen oder uns ihn den Arm nehmen will. Er legt dieses Verhalten ja auch nur an den Tag, wenn er seinen Willen nicht bekommt. Einfach mal so aus Langeweile haut er nicht. Und das Verhalten einfach ignorieren halte ich persönlich auch nicht für richtig. Ich möchte ihm durchaus vermitteln, dass Schlagen keine Lösung ist um sich Auszudrücken. Ohne Kosequenz möchte ich das nicht stehen lassen. Die Liste an Ratschlägen die wir zu dem Thema gefunden oder erhalten haben ist umfangreich.

  • Haut doch einfach mal zurück, wenn er merkt, dass es weh tut, wird er es schon sein lassen!

Bitte??? Was ist denn das für ein Quatsch! Ich möchte nicht dass mein Kind haut, deswegen haue ich es damit es das lässt. Gewalt mit Gegengewalt lösen. Prima Idee. Das kommt für uns gar nicht in Frage. Unser Erziehungskonzept lässt das nicht zu. Das ist dann die Fraktion, die Klappse als legitime Erziehungsmethode ansieht und mal eine hinten drauf hat noch niemand geschadet. Nein. Nicht bei uns. Ein Klapps ist einer zu viel.

  • Versuchen die empathischen Fähigkeiten des Kindes zu wecken

Man soll versuchen, wenn das Kind gehauen hat, durch weinen und „aua, aua“ zum Ausdruck zu bringen, dass einem das weh tut. Am besten so reagieren, wie das eigene Kind auf einen zukommt, wenn es sich weh getan hat. Dieses Verhalten soll den Tröster hervorbringen. Das Kind merkt, dass Mama oder Papa seine Hilfe benötigen. Im besten Fall schwenkt das Kind vom wütenden Schläger zum liebevollen Trostspender um. Wenn dies geschieht, den Trost annehmen und das Kind loben. Klingt erstmal gut, hat jedoch auch seine Schattenseiten. Zum einen wird diese Methode meist erst für etwas ältere Kinder empfohlen, zum anderen kann es passieren, dass das Kind hier ein Spiel sieht wo eigentlich keines ist. Ich haue Mama, Mama weint, ich tröste sie und werde gelobt. Lob fühlt sich gut an, also nochmal von vorne.

  • Körperliche Grenzen aufzeigen

Es wird empfohlen, ein sehr aufgebrachtes Kind das überhaupt nicht mehr zugänglich ist, durch köperliche Nähe zu beruhigen. Wenn es wild um sich schlägt, die Arme sanft festhalten und das Kind an sich drücken. Ruhig sprechen und warten bis sich Entspannung einstellt. Dann nochmal kurz und knapp klar stellen, dass nicht gehauen wird, da das weh tut und unerwünscht ist.

  • Eine Auszeit verordnen

Man kennt das ja von Sendungen wie der Super Nanny o.ä. Nennen kann man es wie man will, stille Treppe, stilles Zimmer…Der Gedanke ist der selbe. Das Kind soll spüren, dass sein Verhalten unangemessen und unerwünscht ist. Zum Beruhigen bekommt es eine Auszeit verordnet. Zu vor wird die nicht eingehaltene Regel, in diesem Fall „Es wird nicht gehauen“ noch mal kurz und kanpp erklärt. Mit der Zeit wird das Kind verstehen, dass es so eben nicht geht. Eine Wenn – Dann Verküpfung wird entstehen und das Kind wird das unliebsame Verhalten einstellen.

  • Die Phase aussitzen und darauf hoffen, dass wenn das Kind spricht alles besser wird

…(ohne worte)…

Tja. Da saßen wir also mit all diesen Ratschlägen. Ein Patetrezept ist keines davon, aber zumindest ein grober Anhaltspunkt was wir tun könnten. Es hat sich herausgestellt, dass für uns eine Mischung aus allem (außer der Geschichte mit dem zurückhauen!!!) am besten funktioniert. Es kommt nämlich auch auf die Intensität des Ausbruchs sowie den Betroffen an. Mama ist nicht Papa und umgekehrt. So haben wir für uns festgestellt, dass Papa besser einen Weinanfall vortäuschen kann als Mama. Mama besser damit klar kommt, eine Auszeit anzuordnen. Der Erfolg stellt sich langsam  bei allen Methoden ein. Papa wird fleißig getröstet (verkraftet aber auch den ein oder anderen spielerischen Klapps um nochmal getröstet werden zu können), Mama kann die Anfälle, wenn sie nicht ganz so impulsiv sind oft unterbinden. Der Wenn – Dann – Zusammenhang klappt schon ganz gut. Und manchmal, wenn wir einfach keine Energie mehr haben, trösten auch wir uns mit dem Eltern-Mantra „es ist nur eine Phase,es ist nur eine Phase…“ und hoffen darauf, dass er bald sprechen kann…



 

Bündnis 25. Juli 2009

Gespeichert unter: Alltag, Frech, Schnubbel, Wohnung — schnubbelsmama @ 13:38

Wenn sich der Sohnemann mit den Katzen verbündet um gemeinschaftlich unseren Flur zu zerstören, dann sieht das in etwa so aus…DSC01268

 

Geschnipsel… 21. Juli 2009

Gespeichert unter: Schnipsel — schnubbelsmama @ 13:23

Da ich in letzter Zeit irgendwie nicht so recht zum bloggen komme, gibt es heute stattdessen ein paar Schnipsel. Den ein oder anderen werde ich mir mit Sicherheit noch mal gründlicher vornehmen und einen anständigen Beitrag dazu verfassen. Aber jetzt muss es erstmal so gehen…

  • Schnubel ist seit Freitag mal wieder krank, ein revival der Hand-Mund-Fuß-Krankheit. Das ganze Wochenende hohes Fieber, seit gestern Bläschen im und um den Mund herum. KITA ist solange gestrichen, bis die Dinger wieder weg sind. Deswegen hat das Schnubbel Kind heute den seit Wochen geplanten Ausflug in den Zoo verpasst. Zum Glück weiß er das nicht ;-)
  • Mein Kind gehört eindeutig zu der Kategorie EXTREM anstrengendes krankes Kind! Schoß sitzen, kuscheln sich betüteln lassen Fehlanzeige!! Stattdessen Frust, dass er nicht so kann wie er gerne würde, den er dann an Mama oder Papa ablässt.
  • Sehr Belastend ist seine momentane Angewohnheit, als Reaktion auf ein NEIN nach uns zu schlagen. Eine Patentlösung damit umzugehen oder ihm das abzugewöhenen haben wir noch nicht gefunden…
  • Das Schnubbel Kind ist ein kleiner „Kletter-Max“, nichts ist sicher vor ihm. Da bleibt einem das ein oder andere Mal schier das Herz stehen, wenn man ihm mal den Rücken kehrt und er anschließend auf dem Tisch steht o.ä.
  • Ist die Händigkeit eigentlich angeboren, oder entwickelt sich das im laufe der Zeit? Momentan sieht es ziemlich stark nach einem kleinen Linkshänder aus.
  • Die aktuell beste Lösung für unser Verdunkelungsproblem im Schlafzimmer scheint Verdunkelungsstoff zu sein, aus dem man Vorhänge nähen kann. Brauchen nur noch jemand, der sich dazu bereit erklären würde (ich hätte da ja schon ne Idee…*ganz lieb in Richtung Agi guck* ;-) )
  • Das Farbkonzept fürs Schlafzimmer steht, müssen nur noch Zeit zum Streichen finden
  • Wenn man Katzen hat, die bevorzugt ihre Kratzwut an den Flurwänden ausleben ( der vorhandene deckenhohe Kratzbaum wird zusätzlich genutzt) erscheint einem Rauputz trotz der stressigen Verarbeitung sehr attraktiv…
  • Wiedererlangte Erkenntnis: Zu viel ungesundes Essen am Abend und zu wenig Sport bringt längst totgeglaubtes Hüftgold zurück. David Kirsch wir haben ein Date, die zwei Kilo müssen weg ;-)
  • Unser Gesundheitssystem ist unter aller Kanone. Da heiß es immer an Kindern würde man nicht sparen und dann bekommt man trotzdem nicht genau die Medikamente, die der Arzt aufgeschrieben hat, sondern das Äquivalent einer Billigfirma. Und das bei den Beiträgen. Zum Kotzen!
 

Renovierungswut… 13. Juli 2009

Gespeichert unter: Alltag, Dies und Das, Mama, Papa — schnubbelsmama @ 12:40

…hat sich bei uns mal wieder eingestellt. Seit Monaten tragen wir uns mit dem Gedanken noch mehr Veränderungen in unserer Wohnung vorzunehmen. Am liebsten ALLES anders. Da das natürlich nicht geht, haben wir nach einem Prioritätensystem entschieden und mit dem Schlafzimmer angefangen. Schlaf sollte erholsam sein und genau hier lag in den letzten Monaten das Problem. Unser Bett ist mit 1,60 x 2,00 m einfach zu klein geworden, denn der Schnubbel nächtigt ja wie schon beschrieben jeden morgen für ein paar Stunden bei uns. Seine bevorzugte Liegeposition ist quer, so dass für uns nicht mehr all zu viel Platz über bleibt :-) Die Matratze ist nach 5 Jahren jenseits von Gut und Böse, was vorallem dem Schatz zu schaffen macht. Jeden morgen Rückenschmerzen ist kein Zustand. Unser Schrank ist eigentlich schon immer zu klein gewesen, kurz um ein neues Schlafzimmer muss her. Nach wochenlagem Suchen haben wir bei einem hier angesiedelten XXXL Möbelhaus endlich ein passendes Angebot gefunden. Alles komplett für 499 €. Gekauft. Lieferzeit beträgt leider 10 Wochen.Mist.

Der zweite große Punkt ist die Lage unseres Schlafzimmers. Das Zimmer geht zur Hauptverkehrsstraße raus, was ein offenes Fenster im Sommer eigentlich unmöglich macht. Zweitens ist es Südseite, so dass im Sommer zusätzlich noch den ganzen Tag die Sonne reinscheint. Nicht optimal. Also haben wir am Wochenende Zimmer getauscht. Unser Büro was auf der Nordseite, zum Garten hin gelegen ist wurde nun zum Schlafzimmer. Alles passt wunderbar rein, wenn das neue Schlafzimmer kommt, ist schon alles vorbereitet. Wir müssen nur noch neu streichen und igendeine Lösung zur Verdunkelung finden. Der Grund weswegen wir uns beim Einzug vor vier Jahren gegen den Schlafplatz in diesem Raum entschieden haben, war dass es dort keinen Rollladen gibt. Eine vernünftige Lösung haben wir damals nicht gefunden und hatten nach dem ganzen Umzugs- und Renovierungsstress auch keine Nerven mehr dazu. Jetzt stehen wir also wieder vor dem Probelm. Woher bekommt man bitte einen bezahlbaren Rollo mit den gradiosen Maßen von 1,40 x 2,60 m??? Das Fenster in diesem Zimmer ist einer der Ausgänge zum Balkon und somit bodentief. Bei e.bay kann man Spezialanfertigungen erwerben, eine Anfrage ist gestellt und ich hoffe ich kippe nicht um, wenn der Preisvorschlag in den nächsten Tagen per mail eintrifft ;-) Bis dahin ist das Fenster mit Wolldecken verhängt, so richtig schön unprofessionell, was wir ja ach so gut leiden können…

 

Lob und Selbstständigkeit 12. Juli 2009

Gespeichert unter: Alltag, Entwicklung, KITA, Schnubbel — schnubbelsmama @ 10:00

Vor ein paar Tagen, als wir das Schnubbel Kind aus der KITA abholten, kam uns Erzieherin N. entgegen. Ich plauderte noch kurz mit ihr, wärend der Schatz die sieben Sachen vom Schnubbel zusammensuchte und ihn anzog.  Wärend dem Gespräch, meinte sie dann irgendwann, dass sie uns sagen wollte, wie stolz wir auf das Essverhalten unseres Sohnes sein können. Er würde so schön schon mit Besteck essen und sei da viel weiter und geschickter als die meistens anderen Kinder, teilweise sogar als die älteren. Ob wir das wüssten, dass er so schön ißt, wollte sie noch wissen. Während dem Gespräch, bejahte ich diese Frage ganz selbstverständlich, jedoch wieder zuhause in einer ruhigen Minute ließ ich das ganze nochmal Revue passieren. Ist es selbstverständlich? Wie war unser Beitrag dazu? Ist es überhaupt beeinflussbar?

Der Schnubbel durfte ab dem Zeitpunkt, als er dazu in der Lage war unser „normales Essen“ mit zu essen, sich dieses alleine zuführen. Das heißt, er bekam einen Teller mit kleingeschnittenem hingestellt und durfte sich selbstbedienen. Natürlich war ist das eine Sauerei, aber er war glücklich damit. Für uns hatte es den Vorteil, dass wir alle gleichzeitig essen konnten und nicht einer immer zum Füttern bereitstehen musste. Von unserer Umgebung ernteten wir hierfür mitunter recht viel Unverständnis. Meine Mutter meinte jedesmal, ihr wäre das viel zu stressig gewesen, jedesmal das Chaos und der Dreck nach dem Essen. Der Schwager kommentieret nur mit “ Na ja, ihr lasst ihn sich ja ganz schön frei entfalten, wenn ihr meint dass das gut ist“. Und so häufte es sich. Wir hielten jedoch an der Ansicht fest, dass genau das was wir tun gut und richtig ist. Irgendwann kurz nach seinem 1. Geburstag legten wir zu seinem Teller auch noch Besteck, Gabel und Löffel. Und was soll ich sagen, er benutzte es. Am Anfang lieber die Gabel, dann war der Löffel hoch im Kurs und inzwischen ist es abhängig davon was es zu essen gibt. Alles ganz normal. Auch hier ist eine andere bösartige Weissagung seitens irgendeinem Mitglied der Familie “ Wenn ihr das nicht unterbindet, wird er mit 15 noch mit den Händen essen“ nicht eingetreten. Und wieder das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben. Wenn er noch etwas älter ist, werden wir ihm auch ein Messer mit eindecken. Brote schmieren für den Anfang, wenn das klappt können wir ans Schneiden denken. Und ich bin mir sicher, er wird auch das ebenso gut und sicher meistern wie alles andere zuvor. Jedoch bleibt die Frage, ob er das nicht alles genauso könnte, wenn wir ihn bis vor kurzem ausschließlich gefüttert hätten? Ihm bei jedem missglücktem Versuch Bestck zu benutzen nicht unterstützt und ermutig hätten es erneut zu versuchen sondern ihn stattdessen wieder in die Unselbsttsändigkeit zurück gedrängt hätten? Aus meiner Sicht, denke ich, dass er es mit Sicherheit könnte, denn auch Kinder die länger gefüttert wurden verlangen dass mit 15 nicht mehr ( nur um nochmal auf das unsinnige Beispiel zurück zu kommen :-) ). Jedoch zum jetzigen Zeitpunkt bestimmt nicht so gut und sicher. Bestärkt wird diese Ansicht auch beim Beobachten älterer Kinder. Schnubbels Cousin, Gerade 3 Jahre alt, bevorzugt es bis heute von Mama oder Papa gefüttert zu werden, ist realtiv ungeschickt beim Umgang mit dem Besteck und auch die Cousine, fast 6 Jahre kann bis heute nicht selbstständig schneiden. Das hat man dann eben davon wenn einem ein sauberer Küchenfussboden wichtiger ist, als die Selbstständigkeit des eigenen Kindes. Oft beobachtet habe ich dort auch Szenarien, in denen Versuche der Kinder, selbstständig zu essen untergraben wurden. “ Gib das her, dafür bist du noch zu klein“ waren oft gehörte Sätze. Das dies nicht beim Essen blieb, sondern sich durch die ganze Erziehung zieht ist denke ich selbstredent. Und so denke ich es eigentlich erklärbar. Lasse ich die Selbstständigkeit meines Kindes zu, ist es eben zum Beispiel möglich, dass ein 1 1/2 Jähriger wunderbar mit Besteck ißt ( nur das hier keine Mißverständnisse aufkommen, natürlich werden die Hände auch noch benutzt, vorallem wenn es schnell gehen muss, weil der Hunger so groß ist und eine Sauerei ist es in den meisten Fällen nach wie vor ). Untergrabe ich sie, kann es mir passieren, dass ich mir igrendwann die Frage stelle: Müsste er / sie das nicht eigentlich schon selber können? Ja, aber nur wenn ich etwas vertrauen in die Fähigkeiten meines Kindes lege, etwas Geduld aufbringe und keine Probleme damit habe, täglich die Küche zu wischen ;-)

 

Frust… 3. Juli 2009

Gespeichert unter: Alltag, Dies und Das, Schnubbel — schnubbelsmama @ 20:38

…macht sich beim Schnubbel Kind breit, wenn es nachmittags wie aus Kübeln schüttet, donnert und gewittert und er deswegen nach seinem wohlverdienten Mittagsschlaf nicht wieder wie die letzten Tage zurück in den Garten zum Spielen kann. Das Leben kann aber auch ungerecht sein, dass lernt man so auch schon mit 1,5 Jahren…

 

Mein Kind die Wasserratte… 26. Juni 2009

Gespeichert unter: Mama, Papa, Schnubbel, Urlaub — schnubbelsmama @ 20:53

Seit gestern haben wir ENDLICH wieder gutes Wetter, so wie es im Juni sein sollte. Sonne, blauer Himmel, 30 ° C, herrlich!! Vor Wochen haben wir mit der Hausgemeinschaft beschlossen, einen Pool anzuschaffen. Und wie der Zufall es so wollte hatte einer der großen Baumärkte ein super Angebot für solch ein Modell. Für nur 55 €. Durch drei geteilt, wirklich geschenkt. Also wurde das Teil gekauft, aufgestellt und dann wurde das Wetter bescheiden. Natürlich. Gestern wurde er dann endlich eingeweiht und es war großartig! Und der Schnubbel? Nicht mehr zu halten. Ich hatte mir erst gedanken gemacht, ob er die „tiefe“ nicht suspekt finden könnte, aber weit gefehlt. Er kann drin stehen und mit Schwimmflügeln richtig plantschen. Er quietscht vergnügt wenn er von Mama oder Papa ( oder unseren Nachbarn ;-) ) durchs Wasser gezogen und reingeworfen wird. Nachdem er erkannt hat, dass die Schwimmflügel ihn oben halten, schmeißt er sich inzwischen auch selber richtig rein, taucht dann kurz ab und kommt prustend vor lachen wieder hoch. Es ist einfach unbeschreiblich schön zu sehen, wie sehr er sich freut und Spaß hat!! Und als wir dann nach oben gegangen sind um ihn ins Bett zu bringen, hat er dem Pool gewunken…das wird noch DIE lovestory des Sommers ;-)

Mal sehen, ob wir es morgen schaffen ein Video zu machen, heute war natürlich der Akku leer. Von der Digicam übrigens auch…typisch.

 

Entwicklung 23. Juni 2009

Gespeichert unter: Alltag, Entwicklung, Mama, Schnubbel, Sentimental — schnubbelsmama @ 13:55

Das Schnubbel Kind erstaunt uns in letzter Zeit immer wieder. Man kann förmlich zusehen, wie seine geistige Entwicklung voranschreitet und er immer mehr Zusammenhänge versteht und abspeichert. Und nicht nur einmal, standen wir in den letzten Tagen mit offenem Mund da und konnten einfach nur staunen…

Mama: Wir gehen gleich in die KITA. Magst du schonmal deine Schuhe holen?

Schnubbel: Ja! ( und rennt in Richtung Kinderzimmer)

Er kam zurück mit seinen Schuhen und einem Paar Socken, obwohl ich ihm das nicht aufgetragen hatte. Mir war gar nicht aufgefallen, dass er keine Socken trug, denn der Papa hatte ihn angezogen. Also hat er verinnerlicht: Zu Schuhen gehören auch Socken! ( meistens jedenfalls ;-) )

Mama: Wir wollen gleich essen. Hast du hunger?

Schnubbel: Ja! ( und verschwindet )

Ich höre wie eine Schublade in seinem Zimmer auf UND wieder zu gemacht wird. Das Schnubbel Kind kommt freudestrahlend aus seinem Zimmer und was hat er in der Hand? Einen Latz! Er hält ihn mir hin und zeigt dass er ihn umgebunden bekommen möchte. Anschießend klettert er auf seinen Stuhl, sagt “ Esse!“ und grinst zufrieden. Normalerweise holen wir den Latz immer gemeinsam aus der Schublade. Da diese Aufforderung eben dies zu tun meinerseits ausblieb, ist er halt alleine losgestiefelt. Wir waren ganz schön baff!

Mein kleiner Schatz, du wirst sooo schnell groß!! Manchmal denke ich du bist doch gerade erst auf die Welt gekommen, es war doch erst gestern, dass wir dich zum ersten Mal sehen, streicheln, küssen durften… So sitze ich machmal, gedankenverloren und werde schlagartig wieder ins Hier und Jetzt versetzt, wenn mein Sohn mit meinen Schuhen angelaufen kommt. “ An due“ sagt er und versucht mir die Flip Flops anzuziehen. Ja richtig mein Schatz, Mama hatte vergessen ihre Schuhe wieder anzuziehen…