Hier und auch hier wurde über die Unterschiede in der Entwicklung und den Fähigkeiten von fast gleichalten Zwergen geschrieben. Ich finde es wirklich faszinierened wie man in diesem Alter feststellen kann, wie sich die Persönlichkeit und damit verbunden auch die persönlichen Fähigkeiten der Kleinen bilden. Natürlich denkt man darüber nach was das eigene Kind kann und ob es dieses oder jenes auch schon können muss oder ob es zu spät dran ist oder nicht. Eltern machen sich immer Gedanken. Aber statt sich damit zu beschäftigen was das Kind nicht kann, sollte man doch lieber versuchen zu erkennen was es besonders gut kann, was die offensichtlichen Interessen sind und sich daran freuen. Jeder kann manche Dinge sehr gut, andere gut und manche ebend überhaupt nicht. So ist das bei den Kleinen eben auch. Nur wärend wir als Erwachsene kein Problem haben zu sagen, dass man z.B. mathematische gänzlich unbegabt ist, fällt es schwer so etwas ähnliches über unsere Kinder kundzutun. Wobei das eigentlich kein Problem sein sollte, denn sie können eben auch nicht alles gleichermaßen gut nur weil sie im selben Alter sind. Im Zuge dieser oben genannten Beiträge, habe ich mir natürlich auch Gedanken über mein Kind gemacht. Was kann er gut, was nicht so gut. Und ich fand es erstaunlich, denn manche Dinge sind mir noch nie so deutlich aufgefallen. Ob er jetzt mit dem was er kann früh dran ist oder nicht ist mir egal, ich finde es toll DAS es er kann und mit Begeisterung tut. Und die Dinge die er noch nicht umsetzen kann, wird er früher oder später lernen.
Schnubbel ist 2 Jahre 10 Monate und 24 Tage alt
- Er kann seit er kanpp 2 Jahre alt ist Farben benennen und sicher unterscheiden. Mitlerweile unterscheidet er auch die Varianten also z.B. hell und dunkel (blau,grün etc.), verschiedene Abtönungen (olivgrün, türkisblau etc.) und ist auf diesem Gebiet sehr wissbegierig. Er liebt seinen Wasserfarbkasten mit den 24 Farben und damit zu experimentieren. Er mischt Farben um zu beobachten wie sie sich verändern und war begeistert als ich ihm zeigte, dass man aus blau und rot lila, aus gelb und blau grün und aus rot und gelb orange mischen kann. Auch das die Farbe immer anders wird, je nach dem wieviel man von der einen oder der anderen nimmt hat ihn fasziniert und stundenlang gebannt beschäftigt. Ohne jemals einen Farbenkreis gesehen zu haben, hat er Komplimentärkontraste entdeckt. Das heißt er malt gerne, aber weniger klassisches malen sondern er experminetiert mit der Farbe. Meist malt er viele verschiedenfarbige Striche nebeneinander oder Kreise. Selten sagt er das sei ein Fisch oder eine Sonne. Er stellt eher fest das Farben nicht gut zueinander passen, dann will er ein frisches Papier. Und er ist zumindest seinem Papa weit voraus, denn er kann pink und rosa unterscheiden, dass hat der Herr Göttergatte bis heute nicht verstanden
- Er singt gerne. Neue Lieder lernt er schnell und gibt sie auch melodisch wieder (das hat er definitiv weder von mit noch vom Papa, wir sind sehr unmusikalisch
) Aktuell natürlich Laternenlieder und Herbstlieder die die Kinder in der Kita beigebracht bekommen. Gestern auf dem Laternenumzug hat er so toll mitgesungen. Aber auch Lieder die er schon länger nicht mehr gesungen hat, erkennt er an der Melodie zügig und hat dann auch fast lückenfrei den Text parat. - Er liebt Werkzeug und kann auch schon viele unterscheiden. Der Papa lässt sich beim Werkeln inzwischen gerne von ihm helfen, denn wenn man ihm aufträgt er solle z.B. die Rohrzange bringen, dann bringt er auch eine Rohrzange und eben keinen Schraubendreher. Er kann alleine einen Nagel mit einem Hammer in ein Brett schlagen. Mit Nagel ansetzen und allem was dazu gehört. Klar schlägt er noch manchmal daneben, aber zum Schluss ist der Nagel komplett versenkt. Auf diesem Gebiet ist er also sehr geschickt. Eine ähnliche Afinität hat er zu Baustellen und Fahrzeugen. Baustellenfahrzeuge kann er fast alle benennen und Motorräder sind das Größte für ihn. Dagegen kann er z.B. nicht ausschneiden. Schneiden klar, am besten viele kleine Schnipsel, aber eine konkrete vorgegebene Form keine Chance. Da wird erbahmungslos durchgeschnitten
Ebenso ausmalen. Er hat ein Malbuch. Die Bilder findet er auch super, aber ausmalen nee. Er hat die Rückseite also die leere bemalt, denn vorne war ja schon was drauf und er brauchte Platz, also Prinzip nicht verstanden.
- Er ist realtiv furchtlos. Seine bevorzugte Rutschtechnik war schon mit 1 1/2 jahren mit dem Kopf voraus und je größer die Rutsche desto besser. Auch heute noch. Auf dem Spielplatz klettert er gerne und fährt alleine Seilbahn. Man muss ihm nur beim Aufsteigen helfen, denn das Ding hängt noch etwas hoch. Im Schwimmbad hat er sich geweigert die kleine Kinderrutsche zu benutzen und wollte sofort auf die große. Natürlich mit Mama oder Papa. Unsere Versuche einigermaßen langsam zu rutschen, wurden schnell untergraben. Es konnte gar nicht schnell genug nach unten gehen, je mehr Wasser spritzte desto besser. Man kann sagen alles was Action macht, macht dem Kind riesen Spaß, egal ob er es schonmal gesehen oder gemacht hat.
- Ansonsten finde ich spricht er für sein Alter recht gut. Die Sätze die er bildet stimmen meist grammatikalisch und sein Wortschatz ist umfangreich. Auch Außenstehende verstehen ihn denn er spricht realtiv deutlich. Wenn er aufgeregt ist und schnell was loswerden muss, verhaspelt er sich gerne mal, aber das ist ganz normal. Er lispelt manchmal noch etwas und das -sch klappt auch nicht bei allen Wörtern. Er sagt immer noch Burke anstelle von Gurke und die Brille ist eine Grille. Aber das wird er auch noch hinbekommen
- Er ist nun seit knapp 3 Wochen trocken und meistert das ganz prima. Auch die Nachtwindel ist eigentlich überflüssig, denn er drängelt morgens dass er auf die Toilette muss und die Windel ist immer trocken. Im Moment fühlen wir uns aber alle noch sicherer damit, aber in ein paar Wochen werden wir die dann auch weglassen können. Einen Schnuller hat er seit fast 5 Monaten nicht mehr, einzig seine abendliche Milch trinkt er noch immer aus der Nuckelflasche. Aber das soll er noch haben.
- Anziehen kann er sich nicht komplett alleine und will er auch gar nicht. Da ist er ein wenig faul. Man muss ihn regelrecht animieren, zumindest alleine Unterhose und Hose anzuziehen. Wenn das aber nicht gleich klappt so wie er will, gibt er sehr schnell auf und fordert Hilfe. Das macht er sowieso gerne. Die meistend Dinge die ihm keinen Spaß machen, werden mit “ich kann das aber nicht” abgelehnt. Man muss richig dran bleiben und ihn anfeueren und ständig loben das er weitermacht. Er gibt manchmal einfach zu schnell auf und traut sich dann nichts mehr zu. Auch ist er sehr lauffaul. Ginge es nach ihm, würde man ihn ständig tragen.
Und so gibt es mit Sicherheit noch mehr Dinge die man hier aufführen könnte. Aber im Grunde ist das einzige was für uns zählt, das Schnubbel ein tolles Kind ist auf das wir sehr, sehr stolz sind!!

