Ich gehe ja seit Beginn der 30.SSW alle 2 Wochen zu den VU, da diese eigentlich jedesmal relativ unspektakular waren, habe ich nicht jede mit einem extra Bericht versehen. Aber diesesmal war es doch etwas anderes. Das Ganze begann schon damit, dass ich die Praxis betrat und einen anderen Arzt sah. Auf mein Nachfragen, erklärte man mir, dass mein Arzt auf einem Kongress sei und eben dieser Arzt für die komplette Woche nun die Vertretung mache. Er sei auch derjenige, der Mitte nächstes Jahr, wenn mein eigentlicher Arzt in Rente gehe, die Praxis übernehmen werde. So weit so gut. Zu Beginn Erstmal das übliche Prozedere. Blutdruck, U.rinkontrolle, Wiegen, CTG. Alles vorbildlich. Dann kam die eigentliche Untersuchung, die sich diesesmal etwas länger gestaltete, da der Vertretungsarzt ersteinmal in aller Ruhe meine Akte und meinen Mutterpass studierte um mich und diese Schwangerschaft auf die schnelle kennenzulernen. Das fand ich schon mal sehr sympathisch. Nebenbei plauderte er ein wenig und erzählte mir, dass er 8 Jahre als Gynäkologe in dem Krankenhaus gearbeitet hat, in dem ich auch entbinden möchte und auch schon den Schnubbel auf die Welt gebracht habe. Dann schaute er im Mutterpass die Daten der letzten Entbindung an und freute sich, über den Namen der Hebamme, die Schnubbel auf die Welt geholt hat. Wie er mir mitteilte seine absolute Lieblingshebamme
nachdem ich sagte, dass ich mich sehr freuen würde, wenn ich sie wieder als Hebamme bekäme, gab er mit den Tipp, dass sie nur Nachtschichten macht. Gut ist notiert. Krankenhaus erst ab 20.00 Uhr anfahren. Vielleicht haben wir ja Glück! Während dessen “stolperte” er etwas über das doch recht hohe Gewicht vom Schnubbel und das bei 38+5 SSW zur Entbindung. Immerhin wog der Junge 4080g. Ob mein Arzt mir etwas über das Gewicht diesesmal verraten hätte? Auf meinen Hinweis, dass mein Arzt das Grundsätzlich nicht errechnen würde, da er nichts davon hält, grinste er nur und meinte er erinnere sich an solch eine Aussage, neben dem Hinweis, dass das US-Gerät diese Berechnung auch gar nicht könne. Er wollte trotzdem gerne einen US machen, hauptsächlich um das Fruchtwasser zu kontrollieren und in meinem Fall würde er gerne nochmal alles vermessen, da auch mein Bauch auf ein großes Kind schließen lässt. Dagegen hatte ich natürlich nichts einzuwenden
Zuerst jedoch erfolgte die normale Untersuchung. Diese ergab, dass die Gebärmutter am Rippenbogen angelangt ist, sowie eine Gebärmutterhalslänge von noch ca 2 cm, sowie einen weichen aber geschlossenen Muttermund. Alles prima also. Dann kam der Ultraschall. Gemessen wurde der Kopfdurchmesser, die länge des Oberschenkelknochens und der Bauchumfang. Die ersten beiden Messdaten ergaben, dass alles zeitgerecht entwicklelt ist. Der Bauchumfang jedoch urteilte, dass sie ca. 1,5 Wochen weiterentwicklet sei. Das heißt im Klartext: Ich erwarte wohl wieder ein etwas kräftigeres Baby, allerdings nicht mit den Ausmaßen des großen Bruders. Der Arzt meinte er denkt nicht dass sie die 4 kg Marke knacken wird, er tippt eher so auf 3700-3800g Endgewicht. Na ja damit kann ich leben und das ich ein zierliches Baby bekomme, damit habe ich sowieso nicht gerechnet
Alles in allem aber alles super, die Fruchtwassermenge war auch ausreichend, die Plazenta sieht noch super aus, kann also alles so weiterlaufen. Zum Schluss zeigte er mir nochmal, dass wir wirklich 100% ein Mädchen bekommen, das beruhigte im nachhinein vorallem den Mann. Der ließ sich nämlich im Gegensatz zu mir von diesem Geschwätz verunsichern
Am Ende bekam ich noch die Überweisung für die Klinik, dass ich dort entbinden kann. Ein wirklich sehr schöner Vorsorgetermin bei einem netten Arzt, der gerne die Praxis von meinem übernehmen kann, ich werde trotzdem weiterhin kommen. So soll es doch sein!