Ich bin am morgen des 15.12.2007 gegen 8.00 Uhr von einem ziehen im Unterleib und im Rücken wach geworden, aber nachdem wir den Tag davor schon Fehlalarm hatten, habe ich mir da nichts groß bei gedacht. Ich hab dann aber trotzdem meinen Schatz geweckt, ihm aber versichert dass es wieder nichts ist und er könne bedenkenlos arbeiten gehen, sollte sich widererwartend doch was tun, kann ich ihn ja anrufen. Kaum war er aus dem Haus, wurde es stärker und ich bin dann erstmal baden gegangen, bei echten Wehen soll es da ja stärker werden, dachte ich mir. in der Wanne änderte sich aber gar nix, weder stärker noch schwächer. Super! Ich hab mich dann aufs Sofa gelegt und mit einem digitalen Wecker die Abstände beobachtet, waren ganz regelmäßig, alle 10 min. Ich lag da bestimmt ne stunde oder länger, als mein Schatz plötzlich in der Tür stand, er hat es beim Arbeiten nicht ausgehalten
Auf sein Drängen sind wir dann gegen Mittag doch ins Krankenhaus gefahren. Dort wurden ein CTG und eine Untersuchung gemacht, Ergebnis: Wehen zwar regelmäßig aber in zulangen Abständen und Mumu bei 1,5 cm! Doch so richtig glauben, dass es was Ernstes ist, konnte ich immer noch nicht. Uns wurde empfohlen spazieren zu gehen um die Wehen anzukurbeln. Zum Glück war ein es ein wunderschöner, sonniger Wintertag, zwar kalt aber trotzdem schön. Das Klinikgelände ist so ausgedehnt, dass wir problemlos 2 Stunden spazieren konnten. Ich war erstaunt, dass ich das ohne Schwierigkeiten durchhielt, denn noch ein paar Tage zuvor, haben mich bereist 10 Minuten laufen völlig aus der Puste gebracht, von den schmerzenden Füssen ganz zu schweigen. Ein kleiner Erfolg stellte sich auch ein, die Abstände waren inzwischen bei 7 Minuten und die Schmerzen wurden stärker. Zum Veratmen musste ich bereits stehen bleiben, aber es war gut zu ertragen. Ich war begeistert, dass die Technik aus dem GVK wirklich funktionierte! Als wir nach den 2 Stunden wieder im Kreissaal ankamen, wurde erneut ein CTG geschrieben. Die unfreundlichste Hebamme aller Zeiten beschloss nach einer halben Stunde CTG, dass die Wehenintensität und die Abstände noch nicht genug waren, verzichtete deshalb auf eine weitere Untersuchung des MuMu und riet uns stattdessen wieder spazieren zu gehen. Na toll! Ich wollte am liebsten nach Hause, denn genau auf sowas hatte ich eigentlich keine Lust gehabt. Ich machte dem Schatz ein paar Vorwürfe, dass wir viel zu früh in die Klinik gefahren seien, er ertrug es klaglos. Wir drehten also die gleiche zweistündige Runde über das Klinikgelände. Die Schmerzen wurden stärker, ich hielt mich beim Veratmen am Schatz fest, die Wehenabstände pendelten sich bei 6-7 Minuten ein. Immer noch zu wenig, das war mir klar.
Wieder im Krankenhaus angekommen, schrieb man dann erneut ein CTG, die Mumu Untersuchung wurde mit derselben Begründung wie bereist 2 Stunden zuvor nicht durchgeführt. Ich fühlte mich irgendwie nicht ernst genommen, zumal das CTG teilweise meine Wehen gar nicht aufzeichnete, obwohl ich definitiv welche hatte. Das interessierte die unfreundlichste Hebamme aller Zeiten jedoch wenig. Stattdessen legte sie mir einen Zugang in die Hand, autsch! „Wenn sie dann später eine PDA bekommen“, meinte sie noch dazu. Meine Erwiderung, ich wolle weder jetzt noch später eine, konterte sie nur mit einem süffisanten Lächeln, so von wegen „ja, ja das werden wir dann noch sehen“. Und wieder fühlte ich mich nicht ernst genommen. Ich sagte dem Schatz in einer Wehenpause, dass ich mit dieser Person unseren Sohn nicht auf die Welt bringen würde. Er lächelte beschwichtigend, denn er wusste, das war mein Ernst! Anschließend wurde ich stationär aufgenommen, da die unfreundlichste Hebamme aller Zeiten davon ausging, dass ich heute nicht mehr gebären werde. Sie meinte wenn sich da nicht bald was tut, würde sie mir was zum schlafen geben, meinen Schatz heimschicken und wir würden dann morgen weiter machen. Ich solle doch jetzt ein bisschen auf dem Zimmer bleiben und versuchen mich auszuruhen. Wir waren so perplex, dass wir still schweigend, allesüber uns ergehen lassend in Richtung Station trotteten und uns mein Zimmer zeigen ließen. Dort angekommen, wurde uns erst das Ausmaß dieser Aussage bewusst, Gott waren wir sauer! An Entspannung nicht zu denken! Ich fühlte mich ausgeliefert. Ich würde hier keine Sekunde ohne meinen Schatz bleiben! Wir versuchten uns zu beruhigen. Ich zog mir etwas Bequemeres an und veratmete brav meine Wehen, die konstant in einem Abstand von 6-7 Minuten kamen. Die Schwägerin kam noch vorbei und brachte uns eine Videokamera um die ersten Minuten im Leben unseres Sohnes festhalten zu können. So wurde ich etwas abgelenkt. Kurz bevor sie wieder ging, stellte sie noch grinsend zwei Sektgläser und einen Piccolo in meinen Nachtisch. Für später… meinte sie lächelnd und ging.
So gegen 20.00 Uhr sollte ich dann erneut im Kreissaal erscheinen. Ich wollte gar nicht hin, denn ich war mir sicher, dass die unfreundlichste Hebamme aller Zeiten nach einem erneuten CTG ihre Drohung wahr machen würde. Ich war kurz vorm Heulen. Als wir dort ankamen und von ihr in Empfang genommen wurden, bekam ich gerade eine heftige Wehe. Ich veratmete und verzog schmerzverzerrt mein Gesicht. „Mit so einer Einstellung bekommen Sie aber kein Kind, Frau H.“, hörte ich sie sagen. „Ich habe Schmerzen“ erwiderte ich irgendwie. „ Das gehört dazu, Frau H.. Eine PDA wollten Sie ja nicht“ war die wenig einfühlende Antwort. Sie schickte mich ins CTG Zimmer und überließ mich einer Hebammenschülerin. Der Schatz war kurz vorm Platzen vor Wut und mir ging es nicht anders. Erst die Drohung von vorhin und dann das. Ich war völlig am Ende. Die liebe Hebammenschülerin, die mir das CTG anlegte, hat das wohl gemerkt und sich erkundigt was los sei. Als ich es ihr erzählte, meinte sie nur: „Sie haben doch noch Kraft, oder?“ Nach meinem zustimmenden Nicken, meinte sie: „Also sie bekommen ihr Baby und zwar noch diese Nacht! Ich bin mir sicher, sie hier morgen früh nicht mehr anzutreffen, sondern auf Station mit ihrem Baby im Arm“ Danach ging es mir etwas besser und mein Schatz war auch etwas beruhigter.
Und dann wendete sich das Blatt: Schichtwechsel bei den Hebammen, die unfreundlichste Hebamme aller Zeiten hatte Feierabend und ich war mir sicher, dass jetzt alle gut wird. Ich hing bereist 45 Minuten am CTG, durch den Schichtwechsel hatte man mich wohl vergessen. Als sich der Schatz schon erkundigen wollte und ich kurz davor war, mir das Ding abzureißen, denn liegen egal auf welcher Seite, war eine Qual, betrat eine ältere, resolute sehr liebe Frau den Raum. Hebamme Jutta, seit 28 Jahren im Dienst, übernahm mich also. Sie befreite mich erstmal vom CTG, erkundigte sich nach meinen Wehen und interessierte sich für den Mumu Befund. Als ich ihr mitteilte, dass dieser das letzte Mal irgendwann gegen Mittag erhoben wurde, schaute sie etwas ungläubig. Als ich ihr die Begründung dazu mitteilte, noch ungläubiger. Lange Wehenabstände heißen nicht automatisch, dass die am MuMu nicht bewirken, meinte sie und untersuchte mich mit dem Ergebnis: Mumu bei 6 cm und die Fruchtblase kurz vorm platzen! Es ging also doch voran! Sie überließ es mir, ob ich gleich in den Kreissaal, oder lieber noch ein bisschen spazieren gehen wollte. Ich entschied mich für letzteres, meine Kraft war wieder da und liegen war die Hölle! Beim Laufen und Stehen bin ich mit den immer stärker werdenden Schmerzen besser klar gekommen. Die Wehenveratmung ging trotzdem immer noch recht gut und wenn ich mal aus dem Takt kam, hat der Schatz mit geatmet. Die Abstände lagen mittlerweile bei 5 Minuten, was uns weiter hoffen ließ. Wir hatten uns nochmal 2 Stunden vorgenommen, jedoch nicht durchgehalten. Ich wollte zurück! Der Gedanke, dass mir die Fruchtblase irgendwo auf den Krankenhausfluren platzen könnte, machte mich nervös. Daran änderte auch der Stapel dicker Einlagen in meiner Unt.er.ho.se nichts.
Es war so gegen 22.00 Uhr als uns Hebamme Jutta dann in den Kreissaal führte. Auf dem Weg dorthin, konnte ich schon das vorbereitete Bettchen vor der Tür des Kreissaals sehen. Ich war so ergriffen, dass mir die Tränen in die Augen stiegen. Ich glaube mir wurde erst in diesem Moment so richtig bewusst, dass ich mich mitten in der Geburt befinde. Es wurde auf einmal so real, so greifbar! Mir wurde schlagartig bewusst: Jetzt wird es ernst, ohne dein Baby kommst du hier nicht mehr raus! Das hat noch mal viel Kraft gegeben, die noch bevorstehenden Stunden durchzustehen. Es wurde nochmal untersucht und der Mumu war auf 7 cm geöffnet. Ich bekam ein kabelloses CTG angelegt, über dass ich sehr froh war, denn so konnte ich im Kreissaal auf und abgehen. Liegen wollte ich nicht, die Schmerzen waren dann unerträglich. So verging einige Zeit, die jedoch an den Wehenabständen nichts änderte, immer noch konstant 5 Minuten. Hebamme Jutta entschied dann die Fruchtblase zu öffnen um den Druck nach unten zu erhöhen und auf diese Weise die erwünschten kürzeren Wehenabstände zu erwirken. Ich legte mich auf das Entbindungsbett. „Gleich wird es Nass“, hörte ich noch als schon ein Schwall Fruchtwasser zwischen meinen Beinen hervorkam. Ganz warm. Von der Menge waren wir glaube ich alle etwas überrascht. Ich konnte meine Socken nicht vor einem Bad retten, so dass der Schatz auf Station musste um frische zu holen. Ich kletterte wieder vom Bett runter, während Hebamme Jutta ein frisches Laken aufzog. Sie wollte sehen, ob sich nun der gewünschte Erfolg einstellte. „Wir brauchen schon Abstände von 1-2 Minuten, sonst wird das nichts“, meinte sie. „Ich möchte es ihnen ja ersparen, aber sonst kommen wir um einen Wehentropf nicht rum“. Ich nickte und hoffte, veratmete und kreiste mit dem Becken, das der Kopf weiter runterrutschen konnte, aber es half nichts.
Nach einer Weile entschied sie dann, dass es wohl ohne Wehentropf doch nicht ginge und bereitete alles vor. Ich hatte Respekt vor dem Tropf und erkundigte mich mal vorsorglich, ob ich für den Fall, dass ich es gar nicht aushalte, auch etwas anderes als ne PDA zur Schmerzlinderung bekommen könnte. Sie beruhigte mich ganz lieb, versicherte mir, dass es Möglichkeiten gibt, sie aber nicht denkt, dass ich das nach dem was ich schon geschaffte habe, brauchen werde. Ich brauchte auch wirklich nichts, aber es machte es mir einfacher zu wissen, dass ich was hätte haben können. Wir begonnen also mit der Gabe des Wehen fördernden Mittels. Hebamme Jutta stellte die Dosierung ein und verließ den Kreissaal. Bislang war sie die ganze Zeit über da gewesen, da ich bislang den Luxus genoss, in dieser Nacht die einzige zu sein, die ihr Kind auf die Welt bringen wollte. Kaum war sie zur Tür raus, entfaltete der Tropf eine durchschlagende Wirkung. Ich bekam eine Wehe nach der anderen, bis eine Wehe nicht mehr aufhören wollte. Ich atmete und tönte und schaute panisch zum Schatz: „Tu doch etwas!!“, flehte mein Blick, an sprechen war nicht zu denken. Er erkannte, dass das was nicht stimmte und rannte los um Hebamme Jutta zu suchen. „Schnell, Schnell, kommen Sie“, hörte ich ganz weit weg, „meine Frau hat keine Pausen mehr zwischen den Wehen!“ Ich tönte und atmete und wurde nach endlos erscheinender Zeit endlich erlöst. Die Dosierung wurde runtergefahren und das ganze somit erträglich.“ Also Pausen sollten sie schon noch haben“, meinte sie noch und entschuldigte sich, den Raum verlassen zu haben, aber mit solch einer Wirkung hatte sie nicht gerechnet. Die Wehen pendelten sich auf 2-3 Minuten ein. Mein Zeitgefühl hatte ich schon längst verloren; Wehen, Atmen, Pause, Wehen, Atmen, Pause war alles was ich noch mitbekam. Ich kam irgendwann an einen Punkt an dem ich dachte ich könne nicht mehr, ich bestand nur aus Schmerz und auf einmal verspürte ich so einen Druck, einen Drang pressen zu müssen.
Hebamme Jutta merkte den Übergang zu den Presswehen und dirigierte mich wieder aufs Bett. Eine letzte Untersuchung am Mumu ergab: 10 cm, vollständig eröffnet! Sie wartete die nächste Wehe ab und leitete mich zum Pressen an. Ich war froh endlich aktiv etwas tun zu können. Tief Luft holen, Luft anhalten, Kopf auf die Brust, Beine anziehen und pressen! 3 Mal pro Wehe. Mein Schatz half mir indem er immer meinen Kopf hob, während ich mit aller Kraft versuchte gegen dieses immensen Druck zu schieben. Nach kurzer Zeit entschied sich Hebamme Jutta für einen Positionswechsel. Ich sollte in den Vierfüßlerstand um die Schwerkraft besser nutzen zu können. Mir war inzwischen alles so egal, ich hätte mich wahrscheinlich auch irgendwo drangehängt, Hauptsache es geht was voran. Nach kurzer Zeit noch mal die Position gewechselt. Diesmal hocken. Mir immer noch egal. Ich wollte nicht mehr. Ein letzter Wechsel wieder in die „Gebär-Käfer-Stellung“. Und immer Pressen, pressen, pressen. Irgendwann tönte es begeistert zwischen meinen Beinen hervor: „Der Kopf ist zu sehen, ganz viele schwarze Haare, wollen sie mal fühlen?“. „NEIN, ich will dass er rauskommt“, fluche ich. Der Schatz hingegen betrachtet interessiert den sichtbaren Haarschopf unseres Sohnes und wird ganz euphorisch. Ich presse weiter, bald hast du es geschafft denke ich mir. Irgendwann mein Hebamme Jutta, sie bekäme den Kopf nicht zu fassen, er rutsche immer wieder zurück, es fehle nur ein ganz kleines Stückchen. Ich sehe wie aus einer sterilen Verpackung eine riesige Schere rausgeholt wird und bekomme Panik! Ich schaue den Schatz an und er weiß was er zu tun hat. Ich hatte ihm das Versprechen abgenommen, dass er einen Dammschnitt, sollte er nicht zwingend medizinisch erforderlich sein zu verhindern hat. Und das tut er auch. Er und Hebamme Jutta wechseln ein paar Worte und die Schere wird zur Seite gelegt und ich bin wieder entspannter.
Ich habe nicht mitgezählt wie viele Wehen ich gepresst habe, der Schatz sagte mir hinterher, dass es über 1,5 Stunden war bis sich Hebamme Jutta entschloss die Ärztin dazu zu holen. Ich hatte nicht genug Kraft um das letzte entscheidende Stück von seinem Kopf rauszuschieben. In einer Wehenpause griff sie dann zum Telefon und weckte die diensthabende Ärztin. Sie meinte zu ihr, sie müsse dann doch kommen für den „Kristeller –Handgriff“ die Geburt müsse beschleunigen werden. Ich bekam angst, schaute panisch zu meinem Schatz, während sich schon die nächste Wehe ankündigte. Ich befürchtete er ist stecken geblieben oder sie holen die Saugglocke. Hebamme Jutta hatte wohl unsere panischen Blicke bemerkt und beruhigte uns ganz schnell wieder. Es ist nichts dramatisches, dem Kind geht es gut, man müsse nur unterstützend tätig werden, da ich alleine nicht mehr genug Kraft habe, den Jungen raus zupressen. Die Ärztin soll von oben mit schieben. Sie kam dann auch recht schnell, total verschlafen und mit einem Kissenabdruck auf der Backe und schraubte irgendeine Halterung ans Bett, durch die ein Laken gezogen wurde und sagte mir noch schnell dass sie mir gleich etwas unangenehm nahe kommen würde und der vermehrte Druck auf den Oberbauch recht schmerzhaft sein könnte. Bevor ich mir darüber Gedanken machen konnte, was da gerade passierte ging es auch schon los. Das Laken wurde über meinen Bauch gezogen und sie zog dran und drückte von oben während ich pressen musste. Das machten wir drei Presswehen lang, als ich merkte wie langsam der Kopf geboren wurde. Es war ein Schmerz, dass ich dachte es zerreißt mich, ich habe alles zusammen geschrien! Auf einmal kam die Anweisung: „Nicht mehr pressen, nicht mehr pressen, nur hecheln!“ Das war wirklich der schlimmste Teil der Geburt, der Kopf halb drin, halb geboren. Ich musste eine gefühlte Ewigkeit so ausharren, bis die nächste Wehe kam. „Der Kopf ist da, noch einmal pressen, dann haben Sie es geschafft“, munterte mich Hebamme Jutta auf. Die Wehe kam, ich presse, die Ärztin schob, Hebamme Jutta zog und dann mit einem Gefühl der absoluten Erleichterung glitt dieses kleine Wesen aus mir heraus und lag so perfekt, so wunderschön zwischen meinen Beinen und begrüßte die Welt mit einem sanften Quäken. Der Schatz schnitt die Nabelschnur durch und mein Sohn wurde mir auf den Bauch gelegt. Ich küsste und streichelte ihn und er roch so gut!! Ich war so überwältigt und glücklich, es war alles vergessen! Die ganze Anstrengung fiel von mir ab und ich hatte nur noch Augen für meinen wunderschönen kleinen Sohn. Nachdem die Nachgeburt da war, wurde er untersucht, gemessen und gewogen und der stolze Papa durfte seinen Sohn baden und anziehen. Ich wurde noch genäht, der Damm war zwar heil geblieben aber ich hatte einen inneren Sch.e.id.enr.iss davon getragen. Die Ärztin wollte schon anfangen, erkundigte sich dann aber noch mal bei Hebamme Jutta, ob die PDA denn fürs Nähen noch ausreichen würde. „Frau H. hat keine PDA und hat auch sonst ganz natürlich entbunden“, verkündete sie und war sichtlich stolz auf meine Leistung. „Das haben Sie gut gemacht!“ meinte sie noch und widmete sich wieder dem stolzen Papa und meinem Sohn. Wir waren dann noch zwei Stunden im Kreissaal bevor wir auf Station auf unser Zimmer gebracht wurden.
Alles in allem ging die Geburt von der ersten Wehe bis er da war fast 19 Stunden. Der Schnubbel ist ein Sonntagskind, geboren am 16.12.2007 mit einem Gewicht von 4080 g, 52 cm groß und 37 cm KU.

